Prasmė - prasmės ieška - gyvenimo prasmė (2)
Sinn Sinnfindung - Sinn des Lebens (2)
Author(s): Harold WagnerSubject(s): Education
Published by: Vilniaus Universiteto Leidykla
Summary/Abstract: Der vorliegende Text bildet das zweite von vier Essays, die das Themenfeld "Sinn - Sinnfindung - Sinn des Lebens" erörtern wollen. Nachdeln im ersten Essay die Fragestellung entwickelt und das Auftreten der Sinnfrage in den historischen Kontext gesetzt wurde, werden irn vorliegenden Text zwei zentrale Diskursfelder zur Sinnfrage vorgestellt. Sie werden aus der Philosophie und aus der Theologie gewonnen. Dort findet das inhaltliche Nachdenken über den Sinn des Lebens seinen tiefsten Ausdruck. Im folgenden Text werden Kernbereiche rekonstruiert und aufeinander bezogen. In der Philosophie erlangt das Nachdenken über den Sinn seine tiefste Fundierung in der Frage nach dem Sein: Warum ist überhaupt etwas, d. h. 'warum gibt es so etwas wie Welt bzw. Leben und wanlm ist nicht einfach nichts? Hier begegnen sich Kosmologie und Metaphysik. Beide - Kosmologie und Metaphysik aber werden erst dann für den modernen Sinnsucher interessant, wenn sie mit ihrer jeweiligen Erklärungskraft bis ins konkrete, bis ins eigene Leben hineinreichen. Sinnsuche korrespondiert eng mit Fragen der Ethik und der Gestalt des ganzen Lebens. In der Theologie wird die Frage nach denl Sinn in Bezug auf Gott gestellt: Warum hat Gott eine Welt geschaffen und in ihr uns Menschen, die nach dem Sinn dieser Welt fragen (können)? Dieses Weltverständnis wird in unterschiedlichen Religionen gelebt, die sich bekannternlaßen hinsichtlich vieler Kemüberzeugungcn hinlillelweit unterschieden. Jenseits dieser Differenzen sind sie sich dennoch in einem zentralen Element gleich: der Sinn des menschlichen Lebens wird in der Beziehung zu einer anderen Wirklichkeit gesetzt, also der immanente Sinn ist verwoben n1it transzendenter Sinngebung. Die Annahme eines Bezuges zur Transzendenz führt insbesondere die Religionen, die von einem personalen Gott ausgehen, vor Folgeprobleme. Solche Unstinmligkeiten bzw. Paradoxien werden vorrangig irn Rahmen der Theologie wissenschaftlich reflektiert und können in prägnanten Fragen angedeutet werden: Wanlm gibt es Unheil und unverdientes Leid in der Welt, wenn doch Gott gut ist? Und warum ist die Welt so unvollkommen, wanlln ist das Böse so mächtig, wenn doch die Welt von Gott geschaffen 'wurde? Philosophie und 'rheologie zeigen unterschiedliche Stärken, lnit der Sinnproblematik umzugehen, aber sie stehen gleichennaßen vor je übermächtigen Paradoxien. Beide zeichnet auch hier ein enger Bezug aus, wobei in der Moderne die Kommunikationslinien asymmetrisch wurden. Heute stellt die Philosophie die Referenzdisziplin dar, d. h. sie selbst zeigt kein erkennbares Interesse an Inoderner Theologie, wohingegen die Theologie unvermindert auf philosophische Erkenntnisse zurückgreift, un1 sie dann im eigenen Verständnis kritisch zu nutzen...
Journal: Acta Paedagogica Vilnensia
- Issue Year: 2007
- Issue No: 18
- Page Range: 8-24
- Page Count: 17
- Language: Lithuanian
