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Irrealis (-)by-ovýv slovanských jazycích
Modus Irrealis (-)by in Slavic Languages

Author(s): Oldrich Ulicny
Subject(s): Language and Literature Studies
Published by: Slovanský ústav Akademie věd ČR, v. v. i. and Euroslavica

Summary/Abstract: Der Verfasser legt eine Analyse von slawischen Wortformen vor, die üblicherweise Konditional, selten Potential (serb., kroat., maked.) oder Konjunktiv (sorb. nach dt.) genannt werden. Der Autor ist der Meinung, dass es um mindestens zwei Hauptfunktionen dieser Wortformen geht. (1) Es handelt sich um eine echte Bedingung in den einfachen wie auch in den zusammengesetzten Sätzen; (2) es geht um einen „Fügungsmodus“, Konjunktiv / Subjunktiv, der keine Bedingungssemantik aufweist – dazu werden entsprechende Testverfahren eingeführt. Der Fall sub (2) wird in den slawischen Sprachen durch die Konjunktionen aby / čtoby / žeby ... ausgedrückt. Die semantischen Merkmale des Typs (1) – Bedingung – und (2) – Zweck – besitzen ein gemeinsames Merkmal, und zwar die Nichtverwirklichung. Daraus folgt, dass man beide Typen auch terminologisch unterschiedlich betrachten kann: Für den Typ (1) bietet sich der alte Konditional an, für den Typ (2) stellen wir den Destinativ vor. Als übergeordneter Begriff wäre der Terminus Irrealis geeignet. Die slawischen Irrealisformen weisen, was ihren Strukturcharakter betrifft, auch unterschiedliche Eigenschaften auf: verschiedene Stufen ihres Analytismus, Tendenzen zur Deflektivierung des Morphems by wie auch die Verwendung der Struktur der l-Partizipien und Infinitive. Es werden weiter folgende Fragen gelöst: 1. primäre, d. h. syntaktisch-semantische Funktionen, 2. sekundäre, d. h. pragmatische Funktionen der Irrealisformen und 3. die Zeitbeziehungen der sogenannten Bedingungsform der Vergangenheit und damit zusammenhängende terminologische Fragen.

  • Issue Year: LXXVII/2008
  • Issue No: 1+3
  • Page Range: 205-209
  • Page Count: 5
  • Language: Czech