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In memoriam: Jochen Dieter Range (1941–2025)
In memoriam: Jochen Dieter Range (1941–2025)

Author(s): Christiane Schiller
Subject(s): Language studies, Obituary, Philology
Published by: Lietuvių Kalbos Institutas
Keywords: Jochen Dieter Range; Linguistics; In memoriam;

Summary/Abstract: Am 21. Juni 2025 vollendete sich das Leben von Jochen D. Range, des bedeutenden deutschen Baltisten, in dessen Biographie und ihren Brüchen sich die deutschdeutsche Geschichte in besonderer Weise widerspiegelt.1 Geboren wurde er am 3. Mai 1941 in Berlin-Charlottenburg. Seine Familie wohnte dann aber in Potsdam, das nach dem Ende des Krieges in der sowjetischen Besatzungszone, nach ihrer Gründung 1949 in der DDR lag. Die damals noch offene Grenze nach Westberlin vor Augen wuchs Jochen D. Range in der DDR mit all ihren Zwängen auf, bevor seine Familie 1959 nach Westberlin „übersiedelte“. Die Flucht hatte Wunden hinterlassen, was man spürte, wenn er anekdotenhaft davon berichtete, dass er nur wenige Dinge mitnehmen konnte, darunter einen Vorrat tschechischer Koh-i-Noor-Bleistifte, von dem er lange zehren konnte. In Westberlin legte er das Abitur als Externer ab, um dann 1961 an der Freien Universität ein Studium der Slavistik und Allgemeinen Sprachwissenschaft aufzunehmen. Die Wahl der Slavistik als Studienfach hängt sicher auch mit seiner Herkunft aus der DDR zusammen, wo er in der Schule früh Russisch gelernt hat. 1964 hielt er sich für Sprachstudien an der Universität in Sarajevo auf; sein Studium setzte er anschließend an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München fort. Dort zählten die führenden deutschen Slawisten Erwin Koschmieder und Alois Schmaus zu seinen akademischen Lehrern, bei denen er u. a. gemeinsam mit Helmut Schaller studierte. 1969 erwarb er den Magistergrad in den Fächern Slavistik, Serbokroatische Philologie und Sprachwissenschaft.

  • Issue Year: 2025
  • Issue No: 27
  • Page Range: 439- 447
  • Page Count: 9
  • Language: German
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