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Slalins Beschluß
Slalins Beschluß

Author(s): Andrzej Toczewski
Subject(s): Politics / Political Sciences
Published by: Ośrodek KARTA

Summary/Abstract: Die Zwangseinberufung zur Wehrmacht in den polnischen Gebieten, die dem Dritten Reich einverleibt worden waren, umfaßte 250.087 junge Polen. Die Deutschen richteten für sie keine speziellen Einheiten ein, sondern verteilten sie auf unterschiedliche Formationen und wiesen sie oft den Einheiten an der Westfront zu, die Frankreich und Italien besetzten. Viele von ihnen, besonders Einwohner Schlesiens, wurden in das Afrika-Korps integriert, aus dem sie massenhaftflüchteten um anschließend die Reihen des 2. Korps der Polnischen Arnlee zu stärken. Zu den Polnischen Streitkräften im Westen gelangten insgesamt 89.000 Schlesier, Pommern und Großpolen. Die polnische Regierung in London legte mehrmals Protest gegen die Einberufung von Polen zur deutschen Wehrmacht ein - es war eine offensichtliche Verletzung des internationalen Rechts. Gegen Ende des Jahres 1941 wurde die polnische Botschaft in Kujbyschew davon in Kenntnis gesetzt, daß an der deutsch-sowjetischen Front eine gewisse Zahl Wehrmachtssoldaten polnischer Abstammung gefangengenommen worden war. In den Sammlungen des Polnischen Instituts und des Sikorski-Museums in London befinden sich Dokumente, die beweisen, wie sich die Regierung der Republik Polen darum bemühte, die Polen aus sowjetischer Gefangenschaft in die polnische Armee zu versetzen, die sich gerade in der UdSSR formierte.

  • Issue Year: 2000
  • Issue No: 30
  • Page Range: 131-140
  • Page Count: 10
  • Language: German
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