ZEUGNISSE DER AUSÜBUNG DES FLÖßENS IN SIEBENBÜRGEN IM ALTERTUM, IM MITTELALTER UND IN DER FRÜHEN NEUZEIT.  Cover Image
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MĂRTURII ALE PRACTICĂRII PLUTĂRITULUI ÎN TRANSILVANIA DIN ANTICHITATE, EVUL MEDIU ŞI PERIOADA MODERNĂ. ROLUL ORAŞULUI ALBA IULIA ÎN ISTORIA PLUTĂRITUL
ZEUGNISSE DER AUSÜBUNG DES FLÖßENS IN SIEBENBÜRGEN IM ALTERTUM, IM MITTELALTER UND IN DER FRÜHEN NEUZEIT.

Author(s): Gheorghe Anghel, Viorica Suciu
Subject(s): Archaeology
Published by: Muzeul Naţional al Unirii Alba Iulia

Summary/Abstract: Die Verfasser schildern die Geschichte des Flößens, insbesondere auf dem Mureş (Marosch), aus dem Altertum bis in die frühe Neuzeit. Das Flößen ist schon während der römischen Herrschaft in Dakien (2.-3. Jahrhundert n. Chr.) durch eine Inschrift in Apulum, in der ein collegium nautarum erwähnt wird und durch ein Votivrelief belegt, das eine Genius nautarum darstellt. Beginnend mit dem 11. Jahrhundert bestätigen ungarische Kanzleiurkunden den Salztransport auf dem Mureş (Marosch). Olt (alt) und Someş (Somesch). Das Salz stammte vorwiegend aus den Steinsalzgruben Turda (Thorenburg). Cojocna (Kolozs, Salzgrub), Ocna Sibiului (Salzburg) und seit dem Ende des 18. Jahrhundert auch aus Ocna Mureş (Marosújvár, Miereschhall). Während das in Turda abgebaute Salz auf Wägen bis nach Decea Mureşului transportiert wurde, um hier auf der Marosch verladen zu werden, brachte man das Salz aus Salzburg bis, ebenfalls auf Achse, bis zum Flusshafen von Partoş bei Karlsburg, der in den Urkunden: Partus, Marusportus genannt wird. Hier wurde das Salz verschifft und bis in das Banat und in die südlichen Teile Ungarns transportiert. In der Zeit des autonomen Fürstentums Siebenbürgen, wurde Partoş die größte Hauptumschlagplatz („Hauptlegstätte“) für Salzsteine und blieb es bis zum Jahre 1868, als die Eisenbahnlinie Arad-Alba Iulia für den Verkehr freigegeben wurde. Der Salztransport war eine Hauptbeschäftigung für viele rumänische Leibeigene und Sedler aus der Umgebung von Alba Iulia und den Ortschaften entlang des Mureş. Das Flößen, genauer gesagt das Triften von Holzstämmen, auf den Nebenflüssen des Mureş, vor allem auf dem Mühlbach, ist bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges ausgeübt worden. Das Salztransport, so wie auch sein Verschleiß war von jeher Staatsmonopol und wurde durch Abkommen geregelt, die jährlich zwischen dem Karlsburger Salzamt und den Flößern abgeschlossen, bzw. erneuert wurden. Die Hauptsalzniederlage von Partoş bei Karlsburg, von der auch einige Skizzen erhalten geblieben sind, siehe Abbildungen) war eine der wichtigsten Einnahmequellen sowohl für einen Teil der Bevölkerung aus Karlsburg, die im „Maieri“-Viertel wohnte, aber vor allem auch für die Bewohner einiger anliegender dörflicher Siedlungen

  • Issue Year: 41/2004
  • Issue No: -
  • Page Range: 367-386
  • Page Count: 20
  • Language: Romanian