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Refommaßnahmen in der Planwirtschaft
Measures of Reform in the Command Economy

Author(s): Author Not Specified
Subject(s): Economy
Published by: CEEOL Digital Reproductions / Collections

Summary/Abstract: Die Wirtschaftssubjekte – Unternehmen, Branchen, Territorien - in sozialistischen Systemen sind durch die von der Zentrale auferlegten Produktionsanweisungen in ihrer Handlungsfreiheit eingeschränkt. Gegen Ende der fünfziger Jahre begann man, in verschiedenen osteuropäischen Ländern mit neuen Wirtschaftsformen zu experimentieren. Diese Experimente waren, mit Ausnahme einiger „Versuchsbetriebe", zumeist nicht über theoretische Denkansätze einer Reihe von Wirtschaftswissenschaftlern hinausgegangen. Erst in den letzten Jahren begann man in einigen sozialistischen Staaten - vor allem in Ungarn und Polen - Marktelemente in die bisher zentral gesteuerten Volkswirtschaften einzubauen, was insbesondere einer größeren Selbständigkeit der Betriebe zugute kommen sollte. Im Fall Ungarn hat das bereits zu einigen positiven Ergebnissen geführt, wenngleich die Anfangsschwierigkeiten nicht zu übersehen sind. Dagegen ist in der Sowjetunion trotz der Reformen seit 1965 wie in den meisten anderen sozialistischen Ländern der zentrale Plan nach wie vor die wichtigste verbindliche Auflage des Staates für die Unternehmen geblieben. Aus dem Widerspruch zwischen Reformen, die für die Effizienz des Systems unerläßlich sind, dem Beharrungsvermögen des politisch-wirtschaftlichen Systems und seiner Träger, nicht zuletzt auch aus den Reaktionen der Erwerbstätigen und Konsumenten auf diese Situation ergibt sich ein vielfältiges Spektrum von Erscheinungen, Stellungnahmen und offiziösen Verlautbarungen, von dem im folgenden eine Auswahl dokumentarischer Beispiele vorgelegt wird.

  • Issue Year: 1970
  • Issue No: 09-OEA
  • Page Range: 601-626
  • Page Count: 26
  • Language: German
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