An der sowjetisch-ungarischen Grenze
At the Soviet-Hungarian Border
Author(s): Author Not SpecifiedSubject(s): History
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Summary/Abstract: Die nachstehende Reportage vom sowjetischen Grenzübergang Tschop (Ukraine, an der Grenze zu Ungarn) zeigt, wie ernst und genau es die sowjetischen Grenzer mit den Kontrollen nehmen. Die Personenkontrolle wird vom Militär - Spezialeinheiten der Grenztruppen - ausgeübt. Die Mentalität dieser Grenztruppen kommt schon darin zum Ausdruck, daß sie in der Reportage "Soldaten" und ihr Dienst „Kampfwache" (boevaja vachta) genannt werden. Die Truppe ist von Mißtrauen, Spionenfurcht und Abwehreifer gegen das Eindringen unerwünschter Personen geprägt. Den Dienst als Zöllner leisten dagegen Zivilisten. Sie richten ihr Hauptaugenmerk darauf, daß keine "ideologisch schädliche" Literatur - in diesem Zusammenhang werden religiöse und pornographische Druckwerke oder Tonaufnahmen genannt - eingeführt und keine sowjetischen Kunstwerke, Valuta oder angeblich von Ausländern besonders begehrte Erzeugnisse der sowjetischen Haushaltwarenindustrie illegal ausgeführt werden. Bei der Darstellung des Versuchs ausländischer Touristen, sowjetische Waren mitzunehmen, hat sich allerdings etwas "Zöllnerlatein" eingeschlichen. (Vgl. auch den Beitrag "Ungarns ,gefährliche' Westgrenze" in: Osteuropa, 12/1977, S. A 752 ff)
Journal: Osteuropa
- Issue Year: 1978
- Issue No: 03-OEA
- Page Range: 171-174
- Page Count: 4
- Language: German
