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Učitelia a príprava učiteľov v Hevešskej stolici v 18. – 19. storočí
Lehrmeister und ihre Ausbildung im 18-19. Jahrhundert im Komitat Heves

Author(s): Katalin Kukucska Csesznokné
Subject(s): History
Published by: Filozofická fakulta Univerzity Mateja Bela
Keywords: die Volksschulen; Lehrmeisters

Summary/Abstract: In den 1770er Jahren standen die Volksschulen in den Dörfern und Marktflecken unter kirchlicher Aufsicht, der Kantor unterrichtete aus den Katechismen, Unterrichtsspra¬che war dabei das Ungarische. Städtische Schulen waren nur zum Teil unter kirchlicher Aufsicht, in den Aufzeichnungen sind vor allem die Städte Eger, Gyöngyös und Pásztó erwähnt. In den Städten legte man großen Wert auf die Frauenbildung, die von Nonnenü¬bernommen wurde. In den Komitaten gab es überall Schulen. Da sie häufig überfüllt waren, fand der Unterricht meist im Hause des Lehrmeisters statt, die Voraussetzungen ließen dabei viel zu wünschen übrig. Das gleiche galt für die jungen Lehrer, da die meisten von ihnen keine abgeschlossene Ausbildung besaßen. Um die Entvölkerung auszugleichen, wurden viele ausländische Lehrer ins Komitat geholt, die Slowakisch und Deutsch konnten. Da ihr Gehalt sehr niedrig war, mussten sie gleichzeitig die Arbeit des Kantors, Notars und Glöc¬kners übernehmen, was häufig auf Kosten des Unterrichtens ging. Aus den damaligen Aufzeichnungen geht hervor, dass es keinerlei Unterrichtsmethoden gab. Die im Jahre 1777 erlassene Ratio Educationis bedeutete einen Durchbruch im Schulwesen, vor allem mit der Gründung der sog. Normschulen, die qualifizierte Lehrer ausbilden sollten, was jedoch nicht immer von Erfolg gekrönt war. Die 1806 erschienene II. Ratio war vor allem in der Hinsicht bedeutungsvoll, dass sie eine methodische Handreichung für Lehrer enthielt. Auch den Erlauer Erzbischöfen lag es viel daran, das Niveau der Lehrerbildung zu erhöhen. Im Jahre 1828 gründete Pyrker in der Stadt ein Lehrerbildungsinstitut für Jungen, später kam unter Erzbischof Bartakovics ein Institut zur Ausbildung von Lehrerinnen hinzu. Der nächste große Schritt war das im Jahre 1868 erlassene Schulgesetz des damali¬gen Kultusministers József Eötvös, das von den Volksschulen bis hin zu den Lehrerbil¬dungsinstituten alle Schultypen erfasste. Nachdem dieses Gesetz in Kraft trat, führten die erwähnten Erlauer Institute als er¬ste unter den konfessionellen Instituten das staatlich vorgesehene Bildungsprogramm ein. Da sie aber keine Praktikumsschulen besaßen, übernahmen die im gleichen Gebäude befindlichen Grundschulen diese Rolle, wo die Lehramtsanwärter und -anwärterinnen ihr Praktikum absolvieren konnten.

  • Issue Year: 13/2010
  • Issue No: 1
  • Page Range: 100-110
  • Page Count: 11
  • Language: Slovak
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