Bukolik zwischen Ancien Régime und bürgerlicher Gesellschaft. Zur Funktionsgeschichte des Schäferromans
Bukolik zwischen Ancien Régime und bürgerlicher Gesellschaft. Zur Funktionsgeschichte des Schäferromans
Author(s): Reinhold GrimmSubject(s): Literary Texts
Published by: Hrvatsko filološko društvo
Summary/Abstract: Je me suis toujours demandé pourquoi il n'y avait plus de bergers... erklärte George Sand 1847 und bezog sich dabei auf die säkulare Tradition des neuzeitlichen Hirtenromans. Von Sannazaro mit der Arcadia (1504) begründet, hatte der bukolische Roman sich über Montemayors Diana (1550), die Galatea (1585) des Cervantes zur Astrée ein immer großeres Publikum erworben und war zu einer der beliebtesten Gattungen in der Romanproduktion der Neuzeit geworden. Schon die Entstehung des Schäferromans wirft freilich einige literaturgeschichtliche und gattungssystematische Probleme auf. Er knüpfte nämlich nicht - wie oft fälschlich angenommen wurde - an das erst 1559 durch J. Amyot bekannt gewordene spätantike Vorbild des Longos an, sondem verdankt den äußeren Anlaß seiner Entstehung dem Versuch Sannazaros, nachträglich einer Vielzahl einzeln entstandener Eklogen einen gemeinsamen erzählenden Rahmen zu verschaffen.
Journal: Umjetnost riječi
- Issue Year: 1977
- Issue No: 0
- Page Range: 203-220
- Page Count: 18
- Language: German
- Content File-PDF
